Umsetzungskompetenz

In der neuen Arbeitswelt spielen Handlungsfelder wie agile Organisation, Vernetzung, Innovations- und Lernkultur entscheidende Rollen. Dadurch haben sich auch die Aufgaben von Führungskräften verändert. Die Bedeutung der Umsetzungskompetenz wurde bislang vernachlässigt.
Es ist an der Zeit, diese zurück in den Fokus zu holen – speziell die Konsequenz!

Umsetzungskompetenz – konsequente Zielerreichung

von Thomas Lipinski
In der neuen Arbeitswelt spielen Handlungsfelder wie agile Organisation, Vernetzung, Innovations- und Lernkultur entscheidende Rollen. Dadurch haben sich auch die Aufgaben von Führungskräften verändert. Die Bedeutung der Umsetzungskompetenz wurde bislang vernachlässigt. Es ist an der Zeit, diese zurück in den Fokus zu holen – speziell die Konsequenz!

 

Transparente und klare Ziele sind wichtige Voraussetzungen für eine konsequente Umsetzung. So ist etwa die Wirkung von Unternehmens- und Bereichsstrategien in mehrfacher Hinsicht fundamental. Strategien vermitteln Sinn und bereiten die Organisation auf Veränderungen vor. Das mittlere Management nutzt sie als Leitplanke für die eigene Führungsleistung.

Eigentlich eine ideale Situation

Aber nur eigentlich. Denn tatsächlich wird von der Chance, die klar formulierte Ziele bieten, in vielen Unternehmen kaum Gebrauch gemacht. Wenn zum Beispiel nach der Strategie gefragt wird, sind unterschiedliche Interpretationen zu ihrer Verwendung zu hören. Und je tiefer in die Ebenen der Hierarchie vorgedrungen wird, desto weniger wird das Wissen um die Unternehmens- oder Bereichsausrichtung gelebt oder ist überhaupt nicht mehr vorhanden. Umgesetzt wird nur das, was situativ verlangt wird.

Was können die Gründe sein?

Oftmals besteht bei Führungskräften die Befürchtung, eine allzu feste Position einzunehmen. Unklare Definitionen bieten dann Schutz vor einer geordneten Fehleranalyse und unangenehmen Konsequenzen. Mitarbeitern fehlen relevante und zielgerichtete Handlungsanweisungen, um ihre Anstrengungen in die richtige Richtung zu lenken. Die Folgen sind Unsicherheit, Orientierungslosigkeit, im schlimmsten Fall Gleichgültigkeit.

Schlüsselqualifikation der Umsetzungskompetenz

Eine gute Zielformulierung sorgt für Klarheit und Transparenz. Dies gilt insbesondere für die Strategieformulierung. Sie ist ein Instrument der internen Kommunikation für die gesamte Organisation. Gerade im Zeitalter des Employer Branding geht es um die Vermittlung von Identifikation und Verbundenheit – ganz nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Konsequenz zu. Die Fähigkeit, definierte Ziele in Ergebnisse umzuwandeln, wird auch als „Volition“ bezeichnet – zu Deutsch: Willenskraft. Doch der Begriff ist missverständlich, denn es geht nicht um den Willen allein. Es ist das konsequente Handeln in der Umsetzungsphase, auf dessen Grundlage Fach- und persönliche Kompetenzen ihre Wirksamkeit überhaupt erst entfalten können. Dabei darf nicht nur die Zweckmäßigkeit, Effektivität oder Effizienz von Umsetzungsmaßnahmen geprüft werden, sondern auch, ob ein Projekt fortgeführt wird – oder eben nicht. Konsequenz ist in jedem Fall erfolgskritisch und somit eine Schlüsselqualifikation der Umsetzungskompetenz.

 

Fazit:

Damit definierte Ziele erfolgreich in die gewünschten Ergebnisse transformiert werden können, müssen sie verständlich formuliert, in der Organisation verankert und umgesetzt werden. Dem Begriff der Konsequenz kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um sinnvolles und zielgerichtetes Handeln durchzusetzen. Im Zweifelsfall führt Konsequenz auch zum Abbruch von Projekten.

 

Dieser Beitrag ist eine Kurzfassung des Vortrags von Thomas Lipinski:

Umsetzungskompetenz und Konsequenz in Organisationen

Die Kluft zwischen Worten und Taten: The Knowing Doing Gap